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Navis im Vergleich – Kaufberatung

Navi-Karten aktualisieren: Wann es sich lohnt und wie es funktioniert

Navi per USB-Kabel an einem Laptop auf dem Schreibtisch, weiches Fensterlicht an einem Wintertag

Die Umgehungsstraße ist seit Monaten befahrbar, doch auf dem Display fährt Ihr Auto durch freies Feld. Solche Momente zeigen, wie schnell ein Navi den Anschluss an die Wirklichkeit verliert. Ein Gerät kann nur so gut führen, wie seine gespeicherten Daten es zulassen. Mit aktuellen Karten kommen Sie meist direkter ans Ziel, finden neue Adressen und vermeiden unnötige Umwege. Hier erfahren Sie, welche Update-Wege es gibt, wie Sie sich vorbereiten und wann eine Aktualisierung keinen Sinn mehr ergibt.

Was ein Kartenupdate tatsächlich verändert

Die GPS-Position ermittelt Ihr Navi unabhängig vom Alter der Karte. Für die Berechnung der Route greift es jedoch auf die gespeicherten Daten zurück. Fehlen dort Änderungen, plant es auf einem überholten Stand. Ein Update kann unter anderem diese Informationen erneuern:

  • Straßennetz: neue Autobahnabschnitte, Ortsumgehungen und Kreisverkehre
  • Verkehrsregeln: geänderte Abbiegeverbote, Fahrtrichtungen und Tempolimits, sofern das Gerät sie anzeigt
  • Adressen: Neubaugebiete und umbenannte Straßen
  • Sonderziele: Tankstellen, Ladesäulen, Parkplätze oder Rastanlagen

Karten und Gerätesoftware sind dabei zwei verschiedene Dinge. Ein Software-Update behebt zum Beispiel Fehler oder ergänzt Funktionen, ohne zwingend neue Straßen mitzubringen. Prüfen Sie deshalb immer, was eine angebotene Aktualisierung genau enthält.

Die gängigen Wege zur neuen Karte

Welcher Weg infrage kommt, hängt von Gerät und Hersteller ab. Die Bedienungsanleitung oder der Support-Bereich des Herstellers gibt darüber verlässlich Auskunft.

Direkt per WLAN

Viele neuere Geräte laden Aktualisierungen ohne Computer herunter. Sie verbinden das Navi mit einem WLAN, starten die Suche im Einstellungsmenü und folgen den Anweisungen. Das ist bequem, kann bei großen Kartenpaketen aber dauern.

Über Computer und Herstellerprogramm

Bei anderen Modellen laden Sie zunächst eine Verwaltungssoftware auf Ihren Rechner. Anschließend verbinden Sie das Navi per USB-Kabel, und das Programm zeigt die verfügbaren Daten an. Achten Sie darauf, dass die Software Ihr Betriebssystem noch unterstützt.

Fest eingebaute Systeme im Auto

Bei Werksnavis gibt es je nach Marke und Baujahr mehrere Varianten: automatische Aktualisierung über die Datenverbindung des Fahrzeugs, Installation per USB-Stick oder Speicherkarte oder ein Termin in der Werkstatt. Die Konditionen unterscheiden sich stark, deshalb lohnt sich ein Blick ins Kundenportal des Fahrzeugherstellers oder eine Nachfrage beim Händler.

Diese Vorbereitung erspart Ärger

Ein Update läuft meist problemlos, wenn Sie vorab einige Punkte klären:

  1. Gerät identifizieren: Notieren Sie die genaue Modellbezeichnung und die installierte Kartenversion. Beides finden Sie in der Regel im Einstellungsmenü.
  2. Speicherplatz prüfen: Aktuelle Karten belegen oft mehr Platz als ältere. Reicht der interne Speicher nicht aus, können Sie je nach Modell eine Speicherkarte nutzen oder nicht benötigte Regionen entfernen.
  3. Daten sichern: Exportieren Sie Favoriten, Routen und aufgezeichnete Strecken, wenn Ihr Gerät das erlaubt.
  4. Stromversorgung sicherstellen: Laden Sie den Akku vollständig auf und unterbrechen Sie die Installation nicht.
  5. Zeit einplanen: Erledigen Sie die Aktualisierung in Ruhe zu Hause und nicht am Morgen der Urlaubsabfahrt. Testen Sie danach eine bekannte Strecke.

Kosten, Häufigkeit und Kartenumfang

Manche Geräte werden mit kostenlosen Kartenaktualisierungen verkauft, oft unter Bezeichnungen wie „lebenslang“. Dieses Versprechen bezieht sich häufig auf die Nutzungsdauer des Geräts und nicht auf ein bestimmtes Kalenderdatum. Der Hersteller kann die Unterstützung also beenden, etwa wenn ein Modell technisch nicht mehr mithalten kann. Die genauen Bedingungen stehen in den Produktunterlagen. Andere Anbieter verkaufen einzelne Kartenpakete oder Abonnements, bei Werksnavis fallen die Preise je nach Marke sehr unterschiedlich aus.

Eine feste Regel für den richtigen Zeitpunkt gibt es nicht. Suchen Sie am besten mindestens einmal im Jahr und vor längeren Reisen nach neuen Daten. Wenn Sie viel in fremden Regionen unterwegs sind, profitieren Sie stärker von häufigen Aktualisierungen als jemand, der nur vertraute Strecken fährt. Vor einem Kauf sollten Sie außerdem überlegen, welche Länder Sie wirklich benötigen. Ein Paket für Ihre übliche Reiseregion kann genügen, sofern der Anbieter eine solche Auswahl überhaupt macht.

Worauf es je nach Einsatz ankommt

EinsatzDas sollten Sie beim Update beachten
AutoAktuelle Straßenführung und Sonderziele wie Ladesäulen oder Parkhäuser
LkwDaten zu Durchfahrtshöhen, Gewichtsgrenzen und Streckenbeschränkungen; Fahrzeugprofil danach kontrollieren
WohnmobilFahrzeugmaße im Profil prüfen und Stellplatzdaten aktualisieren, falls verfügbar
MotorradGespeicherte Touren vorher sichern und anschließend auf Vollständigkeit prüfen
FahrradRadwege und Wegbeschaffenheit; je nach Gerät eignen sich auch Karten auf OpenStreetMap-Basis
OutdoorTopografische Karten für die Region laden und vor der Tour offline verfügbar machen

Wann sich ein Update nicht mehr lohnt

Bei älteren Geräten ist der Aufwand manchmal größer als der Nutzen. Das gilt besonders, wenn der Hersteller keine Daten mehr bereitstellt, die Verwaltungssoftware auf Ihrem Rechner nicht mehr läuft oder aktuelle Karten nicht in den Speicher passen. Vergleichen Sie bei einem kostenpflichtigen Update außerdem den Preis mit dem Restwert des Geräts und den Alternativen. Eine Navigations-App auf dem Smartphone kann für gelegentliche Fahrten genügen, während ein neues Gerät sinnvoll ist, wenn Sie spezielle Funktionen für Lkw, Wohnmobil oder Gelände benötigen.

Häufige Fragen

Funktioniert mein Navi auch ohne Update weiter?

Ja, in der Regel bleibt es nutzbar. Mit zunehmendem Alter der Karten wird die Routenführung jedoch ungenauer, und neue Straßen oder Adressen fehlen.

Gehen beim Update meine Favoriten verloren?

Meist bleiben sie erhalten, garantiert ist das aber nicht. Sichern Sie wichtige Ziele und Routen deshalb vorher, soweit Ihr Gerät das ermöglicht.

Was tun, wenn der Speicher nicht ausreicht?

Löschen Sie nicht benötigte Karten oder Regionen. Unterstützt Ihr Navi Speicherkarten, können Sie die Daten je nach Modell auch dort ablegen.

Sind kostenlose Karten aus dem Internet eine Alternative?

Für manche Fahrrad- und Outdoor-Geräte durchaus, zum Beispiel auf Basis von OpenStreetMap. Laden Sie Karten aber nur aus vertrauenswürdigen Quellen und prüfen Sie vorher, ob Ihr Gerät sie unterstützt.