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Navis im Vergleich – Kaufberatung

Kostenlose Routenplaner: Was sie leisten und wann ein Navi die bessere Wahl ist

Küchentisch am Abend mit zugeklapptem Laptop, Kaffeetasse und Autoschlüssel vor der Fahrtplanung

Ob Wochenendausflug, Urlaubsreise oder Termin in einer fremden Stadt: Wer wissen möchte, wie lange eine Strecke dauert und welcher Weg sich anbietet, bekommt die Antwort heute in wenigen Sekunden und ohne Kosten. Online-Routenplaner und Karten-Apps gehören längst zum Alltag. Trotzdem sind nicht alle Dienste für jede Fahrt gleich gut geeignet. Ein Wohnmobil stellt andere Anforderungen als ein Kleinwagen, und auf einer Radtour zählen andere Dinge als auf der Autobahn. Hier erfahren Sie, was die Gratis-Angebote können, wie Sie bessere Ergebnisse erhalten und wann sich ein eigenes Navigationsgerät lohnt.

Welche Arten von Gratis-Routenplanern es gibt

Hinter dem Begriff stecken im Wesentlichen drei Angebotsformen, die sich gut ergänzen:

  • Routenplaner im Browser: Sie eignen sich besonders für die Vorbereitung am großen Bildschirm. Varianten lassen sich dort bequem vergleichen, und auch längere Reisen mit mehreren Etappen bleiben übersichtlich.
  • Karten-Apps auf dem Smartphone: Sie planen nicht nur, sondern führen Sie mit Sprachansagen zum Ziel. Viele beziehen aktuelle Verkehrsdaten ein, brauchen dafür aber in der Regel eine mobile Datenverbindung.
  • Spezialdienste: Für Radfahrer, Wanderer und Motorradfahrer gibt es Planer, die Höhenmeter, Wegbeschaffenheit oder kurvige Nebenstrecken berücksichtigen. Viele bauen auf den frei verfügbaren Daten von OpenStreetMap auf; einen Teil der Funktionen schalten manche Anbieter nur gegen Bezahlung frei.

So holen Sie mehr aus der Planung heraus

Die erste vorgeschlagene Strecke ist nicht automatisch die beste für Sie. Mit wenigen Handgriffen wird das Ergebnis deutlich brauchbarer:

  1. Ziel genau eingeben: Prüfen Sie bei gleichnamigen Orten und Straßen, ob wirklich der richtige Treffer gewählt wurde. Postleitzahl oder Hausnummer helfen, Verwechslungen zu vermeiden.
  2. Optionen einstellen: Viele Dienste können Autobahnen, Fähren oder mautpflichtige Abschnitte meiden. Das kann die Fahrt verlängern, aber auch entspannter machen.
  3. Alternativen vergleichen: Die schnellste Route ist nicht immer die sparsamste. Etwas weniger Tempo auf einer kürzeren Strecke kann Kraftstoff oder Strom sparen.
  4. Pausen einplanen: Berechnete Fahrzeiten enthalten meist keine Stopps. Legen Sie Rastplätze, Ladepunkte oder Sehenswürdigkeiten als Zwischenziele an und rechnen Sie bei langen Etappen großzügig.
  5. Abfahrtszeit bedenken: Einige Planer berücksichtigen typische Verkehrslagen zu bestimmten Tageszeiten. Prüfen Sie die Strecke kurz vor dem Start noch einmal, denn Baustellen und Sperrungen ändern sich schnell.

Wo die Gratis-Angebote an Grenzen stoßen

Für die meisten Alltagsfahrten reicht ein kostenloser Dienst völlig aus. Es gibt aber typische Schwachstellen, die Sie kennen sollten:

  • Fahrzeugmaße: Standard-Routenplaner rechnen in der Regel mit einem normalen Pkw. Niedrige Brücken, enge Ortsdurchfahrten oder Gewichtsbeschränkungen bleiben dabei oft unberücksichtigt. Mit Lkw, großem Wohnmobil oder Gespann ist das ein echtes Risiko.
  • Funklöcher: Ohne Mobilfunk bleibt die Karte vieler Apps leer oder die Stauinformation veraltet. Laden Sie deshalb vor Fahrten in abgelegene Regionen oder ins Ausland die benötigten Gebiete als Offline-Karte herunter, sofern Ihre App das anbietet.
  • Akku und Datenvolumen: Navigation fordert das Smartphone stark. Ein Ladekabel gehört ins Auto; im Ausland lohnt zudem ein Blick in die Roaming-Bedingungen Ihres Tarifs.
  • Datenschutz und Werbung: „Kostenlos“ heißt nicht immer ohne Gegenleistung. Viele Dienste finanzieren sich über Werbung oder werten Standortdaten aus. Ein Blick in die App-Einstellungen zeigt, was Sie einschränken können.
  • Fehler in den Daten: Auch gut gepflegte Karten sind nie vollständig. Verkehrszeichen vor Ort haben immer Vorrang vor der Ansage.

Routenplaner, App oder Navi: der Vergleich

LösungStärkenSchwächenPasst für
Routenplaner im BrowserGroßer Bildschirm, gute Übersicht, einfacher VergleichKeine Führung während der FahrtVorbereitung von Reisen
Smartphone-AppMeist aktuelle Verkehrslage, immer dabeiAbhängig von Akku und Netz, oft kein FahrzeugprofilAlltag und Gelegenheitsfahrten
NavigationsgerätKarten auf dem Gerät, je nach Ausführung Fahrzeugprofile und robuste BauweiseAnschaffungskosten, Updates nötigVielfahrer, Lkw, Wohnmobil, Motorrad, Outdoor

Wann sich ein eigenes Gerät lohnt

Ein Navigationsgerät spielt seine Vorteile vor allem dort aus, wo das Smartphone an seine Grenzen kommt. Wer ein großes Fahrzeug bewegt, profitiert von Geräten, in denen sich Höhe, Breite und Gewicht hinterlegen lassen. Motorradfahrer schätzen Modelle, die sich mit Handschuhen bedienen lassen und Regen vertragen. Auf dem Fahrrad oder beim Wandern sind lange Akkulaufzeit, ein auch bei Sonne gut lesbares Display und Unabhängigkeit vom Mobilfunknetz wichtig.

Beide Welten lassen sich auch verbinden: Viele Nutzer planen ihre Tour am Rechner und übertragen sie dann, zum Beispiel als GPX-Datei, auf das Gerät. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob das Gerät dieses Format unterstützt und wie Karten-Updates geregelt sind.

Sicher unterwegs: das sollten Sie beachten

Geben Sie das Ziel möglichst vor dem Losfahren ein und befestigen Sie Smartphone oder Navi in einer stabilen Halterung, die weder die Sicht noch Airbags behindert. Ein Smartphone dürfen Sie während der Fahrt nicht in die Hand nehmen; auch sonst sollte die Bedienung den Blick nicht von der Straße lenken. Sprachsteuerung ist hier die bessere Wahl. Funktionen, die vor Blitzern warnen, sind während der Fahrt in Deutschland nicht erlaubt, und in anderen Ländern gelten teils eigene Regeln. Informieren Sie sich deshalb vor einer Auslandsreise über die dortigen Vorschriften.

Häufige Fragen

Sind kostenlose Routenplaner genau genug?

Für normale Pkw-Fahrten in aller Regel ja. Abweichungen gibt es vor allem bei frischen Baustellen, neuen Straßen und der geschätzten Ankunftszeit. Die Beschilderung vor Ort geht immer vor.

Funktioniert ein Routenplaner auch ohne Internet?

Browser-Dienste brauchen eine Verbindung. Manche Apps bieten Offline-Karten an, die Sie vorab herunterladen. Aktuelle Verkehrsinformationen fehlen dann allerdings meist.

Kann ich damit auch Mautkosten berechnen?

Einige Dienste weisen auf mautpflichtige Abschnitte hin oder schätzen die Kosten. Verlassen Sie sich bei Auslandsreisen aber nicht allein darauf und prüfen Sie die Angaben bei den offiziellen Stellen des jeweiligen Landes.

Eignen sich Gratis-Planer für Wohnmobil und Lkw?

Zur groben Orientierung ja, für die Fahrt selbst nur bedingt. Ohne hinterlegte Fahrzeugmaße kann die Strecke auf ungeeignete Straßen führen. Nutzen Sie daher einen Dienst oder ein Gerät mit passendem Fahrzeugprofil.