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Navis im Vergleich – Kaufberatung

Ratgeber

Von der Papierkarte zur Karten-App: So navigieren Sie heute mit dem iPhone

Das iPhone ersetzt für viele Menschen längst Straßenatlas und klassisches Navi. Dieser Ratgeber zeigt, was die vorinstallierte Karten-App leistet, wie Sie sie sinnvoll einrichten und wann ein eigenes Navigationsgerät die bessere Wahl bleibt.

Smartphone in der Lüftungshalterung, dahinter ein alter Straßenatlas auf dem Armaturenbrett

Früher begann eine Urlaubsfahrt am Küchentisch: Straßenatlas aufschlagen, Strecke heraussuchen, Autobahnausfahrten notieren. Heute tippen viele nur noch das Ziel ins Smartphone und fahren los. Auf dem iPhone ist dafür nicht einmal eine zusätzliche App nötig, denn Apple Karten ist bereits vorinstalliert. Doch wie weit kommen Sie damit im Alltag, und wann lohnt sich weiterhin ein eigenes Navigationsgerät?

Wie aus dem Faltplan ein digitaler Beifahrer wurde

Eine gedruckte Karte zeigt, wie die Straßen zum Zeitpunkt des Drucks verliefen. Sie kennt weder Ihren Standort noch die Baustelle hinter der nächsten Kurve. Die Orientierung blieb deshalb Aufgabe der Reisenden, und unterwegs half oft nur ein Stopp am Straßenrand.

Mit der Satellitenortung änderte sich das grundlegend. Die ersten Navis im Auto berechneten Routen aus gespeicherten Karten und sagten die Abbiegungen an. Das Smartphone ergänzte diese Technik um eine dauerhafte Datenverbindung. Seitdem fließen aktuelle Verkehrsinformationen direkt in die Routenplanung ein, und auch Karten lassen sich aktualisieren, ohne dass Sie selbst daran denken müssen.

Heute greifen viele Geräte auf mehrere Satellitensysteme zu, darunter GPS und das europäische Galileo. Zusätzlich nutzt das iPhone weitere Quellen wie WLAN und Mobilfunk sowie seine Bewegungssensoren, um die Position zu bestimmen.

Was die Karten-App auf dem iPhone bietet

Apple Karten deckt die meisten alltäglichen Wege ab. Der Funktionsumfang kann allerdings je nach Land, Region und iOS-Version variieren. Besonders praktisch sind diese Möglichkeiten:

  • Mehrere Fortbewegungsarten: Sie können Routen für Auto, Fußwege und öffentlichen Nahverkehr planen, vielerorts auch für das Fahrrad.
  • Aktuelle Verkehrslage: Bei bestehender Datenverbindung berücksichtigt die App Staus und schlägt gegebenenfalls schnellere Alternativen vor.
  • Offline-Karten: Ausgewählte Gebiete lassen sich vorab auf das iPhone laden und auch ohne Mobilfunknetz nutzen.
  • Zwischenstopps: Eine Route kann mehrere Ziele enthalten, etwa einen Halt zum Tanken oder Laden.
  • CarPlay: In kompatiblen Fahrzeugen erscheint die Navigation groß auf dem Display im Armaturenbrett.
  • Ankunftszeit teilen: Andere sehen auf Wunsch, wann Sie voraussichtlich ankommen.

So richten Sie die App sinnvoll ein

Ein paar Minuten Vorbereitung ersparen Ihnen unterwegs manches Ärgernis. Die genauen Menüpunkte können je nach iOS-Version abweichen.

  1. Standortzugriff prüfen: Erlauben Sie der App in den Datenschutzeinstellungen den Zugriff auf Ihren Standort und aktivieren Sie die genaue Standortbestimmung.
  2. Favoriten anlegen: Speichern Sie Ihre Wohnadresse, den Arbeitsplatz und andere häufige Ziele, damit Sie sie schnell auswählen können.
  3. Routenoptionen festlegen: Legen Sie fest, ob Sie zum Beispiel Mautstraßen oder Autobahnen meiden möchten.
  4. Karten vorab laden: Speichern Sie vor Reisen in abgelegene Gebiete die passende Region im WLAN. So sparen Sie Datenvolumen und bleiben bei Funklöchern orientiert.
  5. Ansagen anpassen: Stellen Sie die Lautstärke so ein, dass Sie Hinweise auch bei Fahrgeräuschen gut verstehen.

Auf langen Strecken belastet die Navigation den Akku spürbar. Ein Ladekabel oder eine Ladehalterung gehört deshalb ins Auto. Liegt das iPhone in der prallen Sonne, kann es zudem überhitzen und seine Leistung drosseln.

Sicher und regelkonform unterwegs

Während der Fahrt darf das Smartphone Sie nicht vom Verkehr ablenken. Eine stabile Halterung im Sichtfeld, die weder die Sicht noch Airbags beeinträchtigt, ist daher die beste Lösung. Geben Sie das Ziel vor dem Losfahren ein oder nutzen Sie die Sprachsteuerung. Das Gerät in die Hand zu nehmen, um es zu bedienen, ist am Steuer grundsätzlich nicht erlaubt. Die genauen Regeln können sich je nach Land unterscheiden, deshalb sollten Sie sich vor Auslandsfahrten informieren.

Wann ein eigenes Navi die bessere Wahl bleibt

Das iPhone genügt vielen Menschen für den Alltag, ersetzt aber nicht jedes spezialisierte Gerät. Entscheidend ist, wie und wo Sie unterwegs sind:

EinsatziPhone mit Karten-AppEigenes Navigationsgerät
Pkw im AlltagFür die meisten Fahrten gut geeignetSinnvoll, wenn das Smartphone frei bleiben soll
Lkw und WohnmobilFahrzeugmaße und Gewicht werden in der Regel nicht berücksichtigtSpezialgeräte können Höhe, Breite und Gewicht in die Route einbeziehen
MotorradNur mit passender, wettergeschützter Halterung praktikabelMotorradnavis sind meist robust und mit Handschuhen bedienbar
Fahrrad und OutdoorFür einfache Touren oft ausreichendRobuster, mit längerer Akkulaufzeit und oft detaillierteren Wegekarten

Ein weiterer Punkt spricht für die Arbeitsteilung: Ein separates Gerät lässt das iPhone für Anrufe, Musik oder Fotos frei und schont dessen Akku. Wer dagegen vor allem bekannte Strecken fährt und nur gelegentlich eine Route braucht, kommt mit der Karten-App in aller Regel gut zurecht.

Häufige Fragen

Funktioniert Apple Karten ohne Internet?

Ja, sofern Sie die betreffende Region vorher heruntergeladen haben. Aktuelle Verkehrsdaten stehen ohne Verbindung allerdings nicht zur Verfügung.

Verbraucht die Navigation viel Datenvolumen?

Das hängt von Strecke und Nutzung ab, im Alltag fällt der Verbrauch aber meist überschaubar aus. Mit vorab geladenen Karten lässt er sich zusätzlich verringern, was sich besonders im Ausland lohnen kann.

Eignet sich die Karten-App auch für Wohnmobile?

Nur eingeschränkt. Niedrige Brücken, enge Ortsdurchfahrten oder Gewichtsgrenzen müssen Sie selbst im Blick behalten. Für große Fahrzeuge ist ein Navi mit passendem Fahrzeugprofil sicherer.

Brauche ich zusätzlich noch eine Papierkarte?

Im Alltag nicht. Auf längeren Reisen in dünn besiedelte Gebiete kann sie aber eine sinnvolle Reserve sein, denn sie funktioniert auch bei leerem Akku.

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